Kinetikstoßrohr

  Zu sehen ist eine Gesamtaufnahme der Shocktube Anlage im Laboratorium Urheberrecht: © HGD

Das Hochdruckstoßrohr des ehemaligen PCFC wird zur Untersuchung des Selbstzündverhaltens von neuartigen Biohybridkraftstoffen genutzt. Dabei wird ein Kraftstoff/Luftgemisch mittels Stoßkomprimierung nahezu instantan und homogen auf eine Temperatur oberhalb der Zündtemperatur gebracht. Die charakteristische Zeit bis zur Selbstzündung (100 µs bis 2 ms) wird dann mit schnell arbeitenden Drucksensoren und einem Photomultiplier bestimmt.

Zur Erzeugung des Verdichtungsstoßes, wird eine Aluminiummembran gezielt zum Zerplatzen gebracht, woraufhin der Stoß von dem Hochdruckteil (3.0 m) in den Niederdruckteil (4.2 m) läuft und anschließend an der Endwand reflektiert wird. Dabei entstehen Temperaturen von 600 bis 1400 K und Drücke von 10 bis zu 50 bar. Durch die Verwendung von hochfestem, rostfreiem Stahl dürfen so Explosionsdrücke von bis zu 500 bar und Wandtemperaturen von 150 °C erreicht werden.